Foto: Canva | Dean Drobot30.01.2026 ● Der Jobmarkt Redaktion
Bewerbungsfoto: So machst du einen professionellen Eindruck
In Deutschland ist ein Bewerbungsfoto zwar nicht mehr Pflicht, aber als erster visueller Eindruck, den Personalverantwortliche von dir bekommen, kann es Sympathie und Authentizität vermitteln und damit im Bewerbungsprozess ein entscheidender Faktor sein. Damit dein Foto seriös genug aussieht, solltest du ein paar wichtige Punkte beachten.
Profi-Foto oder selbst gemacht?
Ein Shooting im Fotostudio ist natürlich optimal: Licht, Hintergrund und Pose werden professionell angepasst, und das Ergebnis wirkt sauber und überzeugend. Allerdings kann das auch teuer werden und nicht bei jedem, der sich gerade im Bewerbungsprozess befindet, passt das ins Budget. Du kannst das Bewerbungsfoto auch mit einer eigenen Kamera oder mit deinem Smartphone selbst aufnehmen. Wenn die Beleuchtung stimmt, gelingen dir hier auch von zu Hause aus gute Ergebnisse. Damit dein Bewerbungsfoto sauber und überzeugend wirkt, solltest du folgende Aspekte beachten:
- Licht: Nutze Tageslicht, z. B. den Lichteinfall von einem Fenster, und vermeide harte Schatten.
- Hintergrund: Der Hintergrund sollte neutral und ruhig sein, damit dein Gesicht im Mittelpunkt bleibt.
- Pose und Ausdruck: Halte den Oberkörper leicht gedreht, die Schultern entspannt, und schau freundlich in die Kamera. Ein leichtes Lächeln wirkt immer sympathisch.
- Outfit: Wähle schlichte Kleidung in gedeckten Farben. Frisur und Make-up sollten gepflegt, aber authentisch bleiben.
- Bildausschnitt: Die Kamera auf Augenhöhe positionieren, Kopf und Schultern im Bild lassen.
- Keine Selfies: Nutze ein Stativ, um das Foto selbst zu machen oder frage jemanden um Hilfe.
Urlaubsfotos und Bilder, auf denen du ganz zu sehen bist, solltest du vermeiden, diese wirken in der Regel zu unprofessionell. Passfotos sind ebenfalls nicht geeignet, da sie wiederum zu steril wirken und deine Persönlichkeit zu wenig beleuchten.
Je nachdem, wo du dich bewirbst, kannst du dein Styling auch anpassen. Ist im Unternehmen ein strenger Dresscode gefragt, sollte dein Bild idealerweise auch dazu passen. Ist es wiederum eher locker, kann auch ein entsprechendes Bild die Sympathie der HR wecken. Wichtig ist trotz allem, dass du dich in deiner Kleidung wohl fühlst, sonst kann das Foto gestellt oder verkrampft wirken.
Bildbearbeitung und Auswahl
Nach der Aufnahme solltest du die Bilder auf Schärfe und Lichtverhältnisse prüfen. Eine dezente Nachbearbeitung ist erlaubt, um kleine Makel zu korrigieren. Vermeide jedoch Filter, die dein Aussehen und die Farben stark verändern, denn in deiner Bewerbung ist Authentizität maßgeblich. Typische Fehler bei selbstgemachten Bewerbungsfotos können den Eindruck mindern, achte besonders auf die folgenden Punkte:
- Unruhiger Hintergrund oder grelle Farben
- Unscharfe oder überbelichtete Aufnahmen
- Unnatürliche Posen oder fehlende Blickrichtung zur Kamera
- Übermäßige Nachbearbeitung oder Filter
Nutze das Bild in hoher Auflösung und im passenden Hochformat für deine Bewerbungen. Meistens ist bei Online-Bewerbungen die gewünschte Größe zum Upload angegeben.

Bewerbungsfoto mit Künstlicher Intelligenz
Künstliche Intelligenz (KI) kann inzwischen Bewerbungsfotos generieren. Es wird ein bestehendes Foto hochgeladen und entsprechend optimiert. Hintergrund und Licht und sogar Frisur und Kleidung können digital angepasst werden. Es wird ein Foto kreiert, das viel professioneller aussieht. Allerdings können diese KI-Fotos auch unnatürlich oder überoptimiert wirken.
Datenschutz spielt hier ebenfalls eine Rolle, da nicht immer klar ist, wie Anbieter für diese KI-Fotos deine Bilder im Anschluss verwenden. In konservativen Branchen oder bei Bewerbungen, die auf Authentizität setzen, können KI-Fotos eher negativ auffallen. Sie eignen sich vor allem, wenn du eine schnelle Lösung brauchst und keine andere Möglichkeit hast, ein neues Foto zu machen. Ansonsten ist ein echtes, selbstgemachtes oder Studio-Foto meistens die bessere Wahl.
Fazit: So überzeugst du mit deinem Bewerbungsfoto
Ein gutes Bewerbungsfoto ist ein wichtiger Faktor deiner Bewerbung und kann in der HR einen guten ersten Eindruck vermitteln. Ob du es selbst machst, im Studio erstellen lässt oder eine KI-Lösung nutzt: Prüfe beim Ergebnis die Lichtverhältnisse, den Hintergrund und Bildqualität, damit dein Foto sympathisch und seriös wirkt. Mit einem überzeugenden Foto kannst du die Chancen auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhöhen.




