Foto: Canva | Pixabay10.02.2026 ● Der Jobmarkt Redaktion
CV, Résumé und Lebenslauf: Das sind die Unterschiede
In Deutschland ist der klassische Lebenslauf der Standard als Anlage für die Bewerbung. Mit zunehmender Vernetzung, Homeoffice sowie internationalen oder akademischen Möglichkeiten stößt du als Bewerber immer öfter auch auf die Begriffe CV oder Résumé. Sie stellen alle deinen beruflichen Werdegang übersichtlich dar, aber unterscheiden sich dabei in Form und Umfang. Bei Bedarf kannst du dein bestehendes Dokument recht einfach anpassen.
Lebenslauf: Der Standard in Deutschland
Der klassische Lebenslauf ist tabellarisch aufgebaut und eher kurzgefasst. Auf maximal zwei Seiten werden deine persönlichen Daten und relevante Qualifikationen zusammengefasst. In der Regel wird der Lebenslauf chronologisch so gestaltet, sodass die Position, die am kürzesten zurückliegt, zuerst genannt wird und danach Punkt für Punkt weiter zurück in die Vergangenheit aufgelistet wird.
Zuerst werden deine persönlichen Daten genannt: Angaben zu deiner Person und Kontaktdaten. Es folgen die Berufserfahrung, deine Schulbildung, besondere Kenntnisse und gegebenenfalls Zusatzqualifikationen. Letztere können Sprachkenntnisse oder Weiterbildungen sein. Hobbys und Ehrenämter können optional auch aufgeführt werden, aber nur, wenn sie auch einen Bezug zu deinem Beruf oder deinen Fähigkeiten herstellen.
In Deutschland wird das Bewerbungsfoto nach wie vor häufig in den Lebenslauf integriert, es ist aber nicht mehr verpflichtend. Es kann deiner Bewerbung einen persönlichen Touch geben, was ein Vorteil für dich sein kann. Der gesamte Lebenslauf sollte vollständig, lückenlos und klar strukturiert sein und die wichtigsten Stationen deiner beruflichen Laufbahn auf einen Blick darstellen. Verwende eine gut lesbare Schrift und eher eine schlichtere Variante, was das Design und die Farben betrifft.
CV: Das Dokument für internationale oder akademische Bewerbungen
CV steht für „Curriculum Vitae“ und bedeutet auf Lateinischen „Lauf des Lebens“. Dieses Bewerbungsdokument wird hauptsächlich in den USA, in Großbritannien und Australien verwendet, aber zunehmend auch im deutschsprachigen Raum gefordert, zum Beispiel bei internationalen Bewerbungen oder akademischen Positionen. Ein CV ist nicht einfach ein übersetzter deutscher Lebenslauf, sondern folgt eigenen Regeln hinsichtlich Aufbau und Inhalt.
Typischerweise umfasst der CV zwei bis drei Seiten und ist damit etwas umfangreicher als ein Lebenslauf. Die persönlichen Angaben beschränken sich auf die Kontaktdaten: Informationen zu Alter, Familienstand oder Herkunft werden strikt weggelassen, um Diskriminierung zu vermeiden. Aus demselben Grund wird auch das Foto wegelassen. Der CV enthält detaillierte Beschreibungen zu den Berufserfahrungen, der Ausbildung und kann optional Abschnitte wie persönliche Profile oder berufliche Ziele beinhalten. Anders als beim deutschen Lebenslauf werden immer nur für die jeweilige Position relevante Tätigkeiten aufgeführt, während irrelevante Jobs oder Nebenjobs weggelassen werden.
Aufbau eines professionellen CV
Ein CV beginnt mit der Überschrift „Curriculum Vitae“ oder „CV“, dann folgen die persönlichen Kontaktdaten und ein kurzes sogenanntes „Personal Profile“, welches deine wichtigsten Stärken und Qualifikationen in zwei bis drei Sätzen zusammenfasst. Danach kann ein Abschnitt zum „Objective“, also deinem Berufsziel und deiner Motivation für die Bewerbung, integriert werden.
Im Hauptteil bildet dann die „Professional Experience“ den Kern des CV, also die Auflistung deines beruflichen Werdegangs in umgekehrt chronologischer Reihenfolge. Hier werden zu jeder Stelle dann auch die einzelnen Aufgaben, Erfolge und Projekte im Detail aufgelistet.
Anschließend folgen Ausbildung, deine relevanten Fähigkeiten was Sprachen und EDV-Kenntnisse betrifft und gegebenenfalls persönliche Interessen, falls sie einen Bezug zur beruflichen Tätigkeit herstellen. In manchen Fällen können auch externe Referenzen angegeben werden, um deine Erfolge zu belegen.
Das Résumé: Nur bei internationalen Bewerbungen relevant
Vor allem in nordamerikanischen Unternehmen ist das Résumé gebräuchlich. Es ist die kompakteste Variante der Lebensläufe. Es fasst nur deine wichtigsten Qualifikationen und Erfahrungen zusammen und ist in der Regel nicht länger als eine Seite, maximal zwei. In Deutschland wird das Résumé nur dann benötigt, wenn du dich gezielt bei internationalen Unternehmen bewirbst, die sich einen kurzen, fokussierten Überblick über deine Fähigkeiten wünschen.
Fazit: Bewerbungsdokumente
Für Bewerbungen in Deutschland ist der Lebenslauf die erste Wahl. Ein CV wird vor allem bei internationalen oder akademischen Bewerbungen gefordert und unterscheidet sich durch die Unterschiedlichen Abschnitte und im Detailgrad vom deutschen Lebenslauf. Das Résumé ist sehr kurzgefasst und meist nur relevant, wenn du dich bei nordamerikanischen Unternehmen bewirbst. Achte in der Stellenausschreibung darauf, welches Dokument gefordert wird und passe es entsprechend an. Das Wichtigste dabei ist, dass deine Qualifikationen und Stärken klar und übersichtlich dargestellt werden. Versende dein Dokument immer als PDF-Datei, statt im Word-Format, sodass es auch in der gewünschten Formatierung bei den Personalern angezeigt wird.




