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Eine Frau verliert den Überblick über ihr ZeitmanagementFoto: Canva | Volodymyr Melnyk

23.01.2026 Der Jobmarkt Redaktion

Zeit- und Selbstmanagement für Führungskräfte

Gutes Zeit- und Selbstmanagement sind zwei wichtige Erfolgsfaktoren für Führungskräfte, die langfristig erfolgreich und gesund bleiben wollen. Diese Tipps helfen dabei, den Überblick zu behalten.

Führungskräfte bewegen sich oft im Spannungsfeld unzähliger Aufgaben, hoher Verantwortung und ständiger Erreichbarkeit. Zwischen Meetings, strategischer Planung und Mitarbeiterführung haben viele von ihnen das Gefühl, immer zu wenig Zeit zu haben.

Zeit ist eine der knappsten Ressourcen im Arbeitsleben, gerade auf Führungsebene. Wer es nicht schafft, die eigenen Aufgaben zu priorisieren, verliert schnell den Überblick, was zu Stress und Überlastung führen kann. Gutes Zeitmanagement hilft, die zur Verfügung stehende Zeit optimal zu nutzen, während Selbstmanagement für einen bewussten und reflektierten Umgang mit den eigenen Kräften sorgt.

Prioritäten setzen: Das Eisenhower-Prinzip

Ein bewährtes Werkzeug für die Priorisierung von Aufgaben ist das Eisenhower-Prinzip. Hierbei werden Aufgaben in die Kategorien „wichtig“ und „dringend“ eingeordnet. Ein Beispiel aus dem Führungsalltag: Ein unerwartet auftretender Konflikt im Team (wichtig und dringend) sollte sofort angegangen werden, während die Planung des Sommerfests (wichtig, aber nicht dringend) für einen ruhigeren Zeitpunkt vorgesehen werden kann. Unwichtiges und nicht Dringendes sollte dann hinterfragt, verschoben oder delegiert werden.

Wer am Anfang eines Arbeitstages fünf Minuten Zeit investiert, um seinen Aufgaben für den Tag zu priorisieren, behält den Überblick und vermeidet es, sich zu verzetteln.

Delegation als Schlüsselfaktor

Viele Führungskräfte neigen dazu, alles selbst machen zu wollen. Das ist nicht nur ineffizient, sondern kann auch demotivierend sein. Effektives Delegieren entlastet und stärkt zugleich das Team.

Ein Projektbericht kann zum Beispiel auch von einem erfahrenen Teammitglied verfasst werden und die Führungskraft liest diesen im Anschluss noch Korrektur. So gewinnt die Führungskraft Zeit für strategische Aufgaben und baut gleichzeitig Kompetenzen im Team auf. Führungskräfte sollten sich deshalb bei allen anfallenden Aufgaben genau überlegen, welche Tätigkeiten ihrer persönlichen Kompetenz bedürfen und welche sie sinnvoller an andere Teammitglieder delegieren können.

Terminmanagement im digitalen Zeitalter

Digitale Tools sind für viele Führungskräfte zentrale Begleiter im Alltag. Gemeinsame Kalender, digitale Aufgabenlisten oder Plattformen wie Microsoft Teams helfen, Aufgaben zu koordinieren und Meetings effizient zu gestalten.

Statt viele E-Mails hin- und herzuschicken, kann eine kurze Teams-Besprechung oder eine Nachricht im Chat zeitsparender und zielführender sein. Hilfreich ist es ebenso, sich für wichtige Aufgaben und konzentriertes Arbeiten bewusst Zeitfenster im Kalender zu blocken und sich in dieser Zeit nach Möglichkeit nicht stören zu lassen.

Gestresste Frau zwischen ihren Kollegen
Wer als Führungskraft auf gutes Zeit- und Selbstmanagement achtet, gewinnt an Entscheidungsstärke und Lebensqualität. Foto: Canva | Vlada Karpovich

„Nein sagen“ lernen

Als Führungskraft sollte man auch bewusst Anfragen ablehnen, wenn diese die eigene Kapazitäten überschreiten. Ein freundliches, aber bestimmte Ablehnen von Aufgaben schützt vor Überforderung und setzt klare Grenzen.

Wichtig ist dabei, ehrlich und wertschätzend zu kommunizieren, zum Beispiel indem man kurz die Gründe erläutert und gegebenenfalls Alternativen anbieten („Im Moment habe ich leider keine Kapazitäten, aber vielleicht kann Frau oder Herr XY Sie dabei unterstützen?“).

Wer als Führungskraft „Neinsagen“ lernt und gezielt einsetzt, bleibt langfristig handlungsfähig und leistungsfähig. Wer nie „nein“ sagt, läuft Gefahr, sich zu überlasten, wichtige Ziele aus den Augen zu verlieren oder die eigene Arbeitsqualität zu gefährden. Diese Chefinnen oder Chefs sind damit auch kein gutes Vorbild für ihre Teams.

Selbstmanagement: Grenzen ziehen und Pausen einplanen

Erfolgreiches Selbstmanagement bedeutet auch, eigene Grenzen zu respektieren und auf die Gesundheit zu achten. Wer ständig über seine Grenzen geht, riskiert langfristig die körperliche Erschöpfung und einen Motivationsverlust.

Pausen werden im hektischen Alltag oft vergessen oder als „Zeitverschwendung“ angesehen. Studien zeigen jedoch: Regelmäßige, auch kurze Pausen steigern die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit deutlich.

Sinnvoll ist es regelmäßig Pausen in den Arbeitsalltag zu integrieren und diese aktiv zu nutzen – sei es für einen kurzen Spaziergang an der frischen Luft, ein Gespräch mit Kollegen oder um einfach nur mal am offenen Fenster zu stehen und durchzuatmen.

Bewusstes Management stärkt Führung und Team

Wer als Führungskraft verstärkt auf gutes Zeit- und Selbstmanagement achtet, gewinnt an Klarheit, Entscheidungsstärke und Lebensqualität.

Von einer Priorisierung der Aufgaben und der Offenheit zur Delegation profitieren nicht nur die Chefinnen und Chefs selbst, sondern auch alle Teammitglieder und letztlich das gesamte Unternehmen.

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