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Frau freut sich über etwasFoto: Canva | Koldunova_Anna

08.04.2026 Der Jobmarkt Redaktion

Mehr als nur nette Worte: So klingt ein gutes Empfehlungsschreiben

Für viele Bewerbungen wird ein Empfehlungsschreiben angefordert: eine persönliche Bestätigung deiner Eignung, die über den Lebenslauf und das Arbeitszeugnis hinausgeht. Doch wie kommst du an ein überzeugendes Schreiben deiner Mentorinnen und wie sollte es aufgebaut sein?

Was ist ein Empfehlungsschreiben und wann brauchst du es?

Ein Empfehlungsschreiben ist ein persönliches, adressiertes Dokument, in dem eine bekannte und glaubwürdige Person deine Fähigkeiten, Leistungen und Persönlichkeit ausdrücklich unterstützt. Es ergänzt Zeugnisse und Lebenslauf und richtet sich direkt an potenzielle Arbeitgeber oder Organisationen. Im Bewerbungsverfahren für Jobs oder Studienplätze kann es den Ausschlag geben, ob du eingeladen wirst oder nicht.

Hier ist zwischen einem Empfehlungs- und einem Referenzschreiben zu unterscheiden. Letzteres ist generell allgemeiner gehalten und nicht unbedingt an eine konkrete Bewerbung gebunden. Empfehlungsschreiben sind zielgerichtet und individuell formuliert.

Wer kann ein Empfehlungsschreiben ausstellen?

Die Frage ist zunächst, wen du fragst, um dir ein Zeugnis deiner guten Leistungen in Textform auszustellen. Geeignet sind Personen, die dich fachlich und gegebenenfalls auch persönlich gut kennen und deine Leistung aus eigener Beobachtung beurteilen können. Dazu gehören z. B.:

  • frühere oder aktuelle Vorgesetzte
  • Projektleitungen oder Mentor:innen
  • Professor:innen oder Lehrende (bei Studierenden)
  • Kundinnen oder Auftraggeberinnen (bei Selbstständigen)

Du solltest darauf achten, dass die Beziehung in erster Linie professionell und nicht privat ist. Nur so wirkt das Schreiben glaubwürdig und aussagekräftig.

Frau arbeitet an Laptop und Papieren
Schwarz auf Weiß: Ein echtes Empfehlungsschreiben ist mehr als Höflichkeit – es ist das Fundament für deinen nächsten Karriereschritt. Foto: Canva | KI generiertes Bild

Aufbau: So ist ein Empfehlungsschreiben sinnvoll strukturiert

Was die Struktur deines Dokuments angeht, kannst du einem Schema folgen. Ein starkes Empfehlungsschreiben folgt einer klaren Struktur und lässt sich meist in folgende Bausteine gliedern:

  • Briefkopf, Datum, Betreff: Wer schreibt und für welche Bewerbung?
  • Einleitung: Beziehung zwischen Empfohlenem und Verfasser, Dauer und Kontext
  • Sachliche Bewertung: Aufgaben, Verantwortlichkeiten, erworbene Qualifikationen
  • Konkrete Erfolge und Beispiele: Was hat dich besonders ausgezeichnet?
  • Subjektive Empfehlung: Persönliche Einschätzung deiner Soft Skills und Eignung
  • Schlussformel & Unterschrift: Positive, klare Empfehlung für den konkreten Anlass

Ein solches Empfehlungsschreiben sollte eine professionelle Form haben. Es wird daher im besten Fall auch auf offiziellem Briefpapier bzw. mit Briefkopf des Unternehmens oder der Universität verfasst und enthält alle relevanten Kontaktinformationen der referenzgebenden Person.

Überzeugende Inhalte: Was macht ein Empfehlungsschreiben stark?

Aber wie gelingt ein Schreiben, das sich gut liest und überzeugend wirkt? Das Geheimnis guter Empfehlungsschreiben liegt in konkreten Aussagen. Gute Empfehlungsschreiben

  • beschreiben konkrete Leistungen und Situationen, in denen du deine Kompetenzen gezeigt hast
  • verbinden fachliche Fertigkeiten mit persönlichen Stärken
  • bringen Beispiele dafür, wie du zur Wertschöpfung beigetragen hast
  • gehen auf die Passung zur Zielposition ein, nicht nur auf allgemeine Qualitäten

Die gewählten Formulierungen sollten neben fachlicher Kompetenz auch Eigenschaften wie Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, Belastbarkeit oder Eigeninitiative hervorheben. Am aussagekräftigsten sind diese natürlich, wenn sie durch konkrete Ergebnisse und Projekte auch belegt werden.

So bereitest du ein Empfehlungsschreiben optimal vor

Doch wie gehst du es an, wenn du jemanden um ein Empfehlungsschreiben bitten möchtest oder selbst eines verfassen willst? Dabei helfen diese drei Schritte:

  1. Geeignete Person wählen: Jemand, der dich gut kennt und deine Arbeit realistisch beurteilen kann.
  2. Informationen bereitstellen: Stelle der Person die genaue Stellenbezeichnung, den Empfänger, relevante Erfolge und ggf. eine Muster‑Vorlage zur Verfügung.
  3. Zeit und Kontext klären: Frage rechtzeitig und gib genug Zeit zum Verfassen, idealerweise mehrere Wochen.

Mit dem letzten Punkt hadern viele: Oftmals wird zu kurzfristig angefragt. Kümmere dich daher rechtzeitig um die Anfrage.

In deiner Bewerbungsmappe kommt das Empfehlungsschreiben nach dem Lebenslauf und den offiziellen Zeugnissen. Es ergänzt deine Qualifikationen und schafft einen positiven, persönlichen Eindruck bei den Recruitern und kann deine Chancen auf Vorstellungsgespräche deutlich verbessern.

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